Marion Hoffmann
Werkphilosophie
Bei meinen Arbeiten löse ich mich von inneren Vorstellungen und geltenden Konventionen. Ich beobachte vielmehr staunend einen einzigartigen Prozess. Jeden Tag beginne ich neu. Ich leere meinen Geist und fokussiere ganz auf mein Herz. Ich nehme wahr, lerne und forme. Es ist ein stiller Prozess, voller Freude und Inspiration. In Verbindung zu etwas Größerem, in Hingabe zum Werkstück.
Es ist herausfordernd, sich von Gelerntem abzulösen, sich von anderen Sichtweisen nicht ablenken zu lassen und ganz auf den Prozess zu vertrauen. Manchmal frage ich mich, was meine Hände gerade für einen Unsinn tun. Doch genau in diesen Momenten entsteht etwas Neues. Es entstehen „unknown spaces“.
Derzeit arbeite ich mit den verschiedensten Textilien. Sie sind die Farben meiner Palette. Viele Stoffe sind wiederverwendet und kommen von der ganzen Welt. Sie bringen ihre eigene Geschichte mit. Man spürt es in den Feinheiten, dem Rascheln des Gewebes, der Haptik, dem Geruch. Ich nehme diese Individualität wahr und lasse mich davon inspirieren. Mit diesen faszinierenden Materialien entstehen dreidimensionale, haptische Welten.
“„Marion Hoffmann malt von innen heraus. Die sichtbare Welt inspiriert sie – besonders das Wilde in der Schönheit der Natur fordert von ihr die Sichtbarmachung. Eine Art von meditativem Sehen und Erfühlen ermöglicht ihr einen gestalterischen Prozess, der immer neu und überraschend ist. Das spiegelt sich auch im wie zufällig gefundenen Material wider.“”
VITA
Marion Hoffmann, Jahrgang 1956
Studiengänge: Kunst, Psychologie, Pädagogik.
Therapieausbildungen in Familientherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Gestalttherapie, Kunsttherapie, Hypnotherapie, Supervision.
Dozentinnentätigkeit in Aktmalerei, freier Malerei, für Illustration, für Radierungen und Tonarbeiten.
Kunstprojekte in Kitas und Mädchengruppenleitungen.
Tätigkeiten als Künstlerin in Psychiatrien und Kinder und Jugendlichenpsychiatrien.
Mitglied der Gruppe „Junge Realisten“, Teilnahme an div. Ausstellungen in Hamburg und Karlsruhe und Spanien.
Zulassung als Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche. Drei Jahrzehnte Therapeutin mit eigener Praxis parallel zum künstlerischen Schaffen.
Studien zu ART Therapy in London und Mitarbeit bei der Zeitschrift „SPARERIPS“.
Aufenthalte in Indien und Nepal in Ashram und Klöstern und Erstellung von Radierungen vor Ort.
Seit einigen Jahren ausschließliche künstlerische Tätigkeit im Atelier in Hamburg und im Atelier an der Ostsee.